11. Der Umzug.

Aktualisiert: 10. Mai

Puh, was für ein Chaos. Mir raucht der Kopf. Es ist an sooooo unglaublich viel zu denken. Ich habe seit einer Woche unterschwellig leichte Kopfschmerzen. Ein ständiges drücken, weil mir jede Sekunde irgendwas Neues einfällt. Und heute ist er. Der Tag der Tage. Der Umzugsdienstleister hat sich rechtzeitig für acht Uhr angekündigt. Mit gerade mal 30 Minuten Verspätung standen sie vor der Türe. Vier fleißige Helfer, die all unser Hab und Gut einpacken. Erstmal wurde der rote Teppich im Eingangsbereich ausgerollt. Nicht, weil ich inzwischen als berühmte Bloggerin den roten Teppich in der Wohnung habe, sonder vielmehr um den empfindlichen Parkett zu schützen ;) Dann wurde unendlich viel Verpackungsmaterial in die Wohnung geräumt. Überall Kartons, die noch zu welchen gefaltet werden mussten. Und ganz viel Papier, um empfindliche Dinge einzuwickeln. Dann gab es ein gemeinsames schnelles Frühstück mit allen Helfern an unserer Theke und schon ging es los.


Bis zur Mittagszeit bestand unsere Wohnung aus mehr Kartons, als aus Gegenständen. Wahnsinn, wie flott die sind. Ab und zu hört man mal ein lautes „Issaaabeeeell, soll das hier auch mit?“. Dann flitze ich schnell runter aus meinem Badezimmer. Und unten angekommen gebe ich Rat und Auskunft, dann kann es auch schon weiter gehen. Das Badezimmer haben wir als „private Room“ deklariert. Im „private Room“ stehen all unsere Koffer, unsere Jacken, Schlüssel, Putzsachen, Sauger, um die Wohnung danach einmal von Grund auf zu reinigen. Alles in dem Raum bleibt auch hier. Alles was sich vor der Badezimmertüre befindet geht mit in die USA. Und ich sag euch, da musste man echt zehn mal schauen, ob man alles hat. Denn auf den Schiffscontainer haben wir dann ca. acht Wochen keinen Zugriff. Also darf darin nichts landen, was wir für den Start in den USA benötigen. Kurzfristig mussten wir während des Packens nochmal zwei Kisten öffnen, weil mir noch etwas eingefallen ist. Aber nachdem die Kartons fein säuberlich beschriftet werden, war das kein Thema und ich wurde schnell fündig. So, jetzt sitze ich hier und höre wie das Paketklebeband die ganze Zeit vor der Türe ratscht, damit alle Kartons gut verschlossen werden.


Ab heute werden wir auch bei meinen Eltern für die letzte Woche einziehen, denn in der Wohnung ist ja nichts mehr. Dann steht die restliche Woche noch einiges an Termine an. Unter anderem die Abholung der letzten Möbelstücke von den eBay Kleinanzeigen Käufern. Zusätzlich müssen uns beim Einwohnermeldeamt abmelden, um mit der Abmeldebescheinigung diverse Versicherungen noch zu kündigen. Wir müssen mein Auto bei der KFZ-Stelle abmelden, um es anschließend an den Käufer zu übergeben. Wir haben nochmal einen Termin bei unserem Lieblings-Osteopathen, um uns nochmal „richten“ zu lassen. Wobei, spätestens nach einem 9h Flug sind all meine Knochen wahrscheinlich eh wieder verschoben. Nico hat nochmal einen Zahnarzttermin und ein paar letzte Treffen mit seinen Jungs. Ich habe die Abschiede alle schon vorgezogen, damit die letzte Woche dann mit der Family bleibt. Allerdings musste ich auch ganz viele Termine absagen, weil wir es zeitlich einfach nicht mehr unter einen Hut bekommen haben. Es gab super liebe Abschiedsgeschenke. Eine wunderschöne Kette, ein Erinnerungs-Armband, T-Shirts für die ganze Familie mit „The Aschoff’s go to the USA“ (auch eines für Ella), eine Garderobe mit der Bamberger Skyline und und und. Das hat mich echt alles total gerührt, weil ich damit gar nicht gerechnet habe. Ich hätte selbst keine gute Idee gehabt, wäre jemand ausgewandert und ich hätte mir ein Geschenk überlegen müssen. Deshalb war ich umso mehr geflashed. Jetzt hätte ich auf jedenfall ein paar Ideen :)


So, und damit ihr Lieben aus dem Beitrag heute auch noch etwas für euch mitnehmen könnt, kommen hier meine absoluten Life-Hacks, sollte bei euch demnächst auch ein Umzug vor der Türe stehen.


  1. Die Vorbereitung ist alles Fange frühzeitig (!!!) an alle Räume, Schränke, Schubladen auszuräumen und auszumisten. Nehme in dein neues Reich nur das Nötigste mit. Denn wie du merkst, sammelt sich mit der Zeit einfach soooo unglaublich viel an. Sortiere noch meinem 3-Boxen-Schema aus: Wegschmeißen / Spenden / Verkaufen. Und wenn du dich, wie ich, gerne von vielen Dingen trennen willst, dann organisiere doch einen Hausflohmarkt. Alles dazu findest du dazu in meinem Beitrag „Der Indoor-Flohmarkt“. Was aber auch ein Game-Changer war. Dinge einfach in deine Instagram Story posten. Ein schönes Foto, ein paar Details, deine Preisvorstellung. Von ca. zehn Dingen gingen neun Dinge direkt weg. Einfach top.

  2. Die letzten bzw. ersten Zimmer Ein für mich essentieller Tipp. Versuche beim Umzug die Kinderzimmer und die Küche als letztes zu packen. Somit könnt ihr euch noch bis zum Schluss verpflegen und die Kinder können sich in ihren Zimmern noch möglichst lange beschäftigen. Wenn ihr in eurem neuen Zuhause angekommen seid gilt: als erstes Küche und Kinderzimmer. Dann genießt ihr die gleichen Vorteile: Die Kinder sind im neuen Zimmer beschäftigt. Verpflegung ist jederzeit möglich.

  3. Die Kartons Beschriftet eurer Kartons mit dem Inhalt. Zum Beispiel Geschirr, Spielzeug, Kinderklamotten etc. Damit findet ihr im Notfall Dinge doch etwas schneller wieder. Gebt jedem Zimmer eine Farbe (z.B. Kinderzimmer Farbe gelb) und beschriftet alle Kartons mit dem Stift in der Farbe gelb. Hängt an die neue Zimmertüre im neuen Zuhause einen Zettel und notiere GELB, damit dort auch alle gelben Kisten landen. Weiterhin würde ich die Kartons nummerieren. Damit man am Ende prüfen kann, ob alle Karton auch im Zimmer angekommen sind.

  4. Die Inventar-Liste Auf der Inventar Liste würde ich jedes Zimmer aufführen. Und darunter jede einzelne Nummer der Kisten mit dem jeweiligen Inhalt. In etwas so: Kinderzimmer: 1. T-Shirts 2. Hosen 3. Lego Duplo 4. Kuscheltiere 5. Bettwäsche … Die Mehrarbeit lohnt sich. Denn wenn eure Kinder spontan beim Einzug fragen: „Maaaaamaaaa, wo sind meine Kuscheltiere?“. Dann ziehst du deine Inventar Liste zur Hand. Schaust unter dem Reiter Kinderzimmer und sagst deinem Schatz: „Suche Kiste 4 in der Farbe gelb, dort findest du all deine Kuscheltiere mein Engel“ - CHECK!

  5. Die Verpflegungs-Kiste Packe eine Kiste zusammen, um den Helfern vor Ort ein paar Snacks zur Stärkung anzubieten. Pappbecher, Pappteller, Servietten, Zewa, Einweg-Besteck sind das A und O. Dann natürlich ein paar Flaschen Wasser, Cola, Saft. Süßigkeiten und Knabberein. Am Tag des Umzugs kann man noch ein paar belegte Brötchen vom Metzger / Bäcker holen. Oder mittags mal eine Familienpizza liefern lassen.

  6. Die Kinder-Kiste Packt die Lieblingsspielsachen, Naschsachen, Snacks, Quetschies, Getränke, Bücher, Malsachen, Puzzle, Kuscheltiere für eure Kids zusammen. Denkt ggf. auch an einen Kinderwagen, wenn ihr parallel mal euere Kind zum schlafen legen müsst.

  7. Die Putz-Kiste Vergesst sie nicht. Denn ihr müsst vermutlich die alte Wohnung bzw. das Haus wieder auf Vordermann bringen. Denkt also an Lappen, Tücher, Reinigungsmittel für Bad, Küche, Boden. Staubwedel, Sauger, Besen und und und.

  8. Die Handwerker-Kiste Ihr benötigt bis zum Schluss immer wieder Werkzeug. Packt euch wichtige Dinge wie Schraubenzieher, Klebeband, Kabelbinder usw. zusammen.

  9. Die Maler-Kiste Falls ihr euer altes Reich wieder auf Vordermann bringen müsst, denkt an Maler Zubehör wie Pinsel, Farbe, Eimer, Abklebeband, Spachtelmasse, Spaten etc.

  10. Die Wichtig-Kiste Hier befinden sich die besonders wichtige Dinge. Schlüssel, Tiefgaragenkarten, notwendige Dokumente, Bescheinigungen, Ladekabel etc. Die solltet ihr immer gut im Blick behalten.


Falls du noch mehr Tipps hast, um einen Umzug reibungslos und (so weit es geht) entspannt zu regeln - let me know. In diesem Sinne. Bleibt dran. Bald startet unser Abenteuer USA.

XoXo. Isa.




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