12. Das Flug-Chaos.

Alles lief super. Ich fuhr gerade freudestrahlend von Bamberg wieder nach Pettstadt zu meinen Eltern, bei denen wir seit einer Woche wohnten, nachdem unsere Wohnung leer geräumt wurde. Eben hatte ich den finalen Corona Test bei einer Apotheke gemacht, das Ergebnis war auch noch negativ. Der letzte Punkt auf meiner To-Do-Liste war damit auch erledigt. Erst gestern Abend hatte ich mit Nico kurz vor dem einschlafen gequatscht wie gut alles lief. Wie wir es geschafft haben innerhalb von 12 Wochen alles hier aufzulösen. Beginnend von Versicherungen, Bank, Verträgen, Kindergeld- und Elterngeldzahlungen, ebay Verkäufen, Auto Verkäufen, Klärungen mit dem Arbeitgeber, Vertragsverhandlungen, Wohnungsauflösungen und und und.


Vor allem liefen die letzten zwei Wochen grandios. Alles war getimed. Die Abholungen von großen Möbelstücken, die beiden Autoübergaben, der Umzug unseres Hab und Guts in den Container, die Wohnungsübergabe. Dank der großen Unterstützung von meiner Family war Ella dort die ganze Zeit gut aufgehoben und hat von dem Chaos in der Wohnung relativ wenig mitbekommen. Dennoch glaube ich, dass sie gespürt hat, dass sich etwas verändert. Jedenfalls war alles super. Ich saß also fröhlich singend im Auto, genoss nochmal den letzten Ausblick auf das Bambeger Umland, als auf meiner Apple Watch eine Nachricht von Nicos Mama aufploppte: "Habt ihr das von dem Streik morgen am Frankfurter Flughafen mitbekommen?". What the f***, dachte ich mir. Welcher Streik? Das betrifft uns sicher nicht? Bestimmt nur kleine Verzögerungen?


Als ich zuhause bei meinen Eltern eintraf sah ich Nico schon am Handy wild telefonieren. Meine ganze Family hatte gefühlt das Handy in der Hand, alle waren in der Warteschleife bei der Lufthansa, keiner kam durch. Das ist kein gutes Zeichen. Ich schloss mich in die Speißekammer. Gefühlt der einzige Raum, in dem gerade nicht mehr als sechs Personen sind. Ich setzte mich auf den Boden und rief mein Reisebüro an. Falls ihr jemals mal einen günstigen Flug in die USA braucht: USFlight24. 24h erreichbar per Telefon oder Whatsapp und ein mega Service. Zudem habe ich noch NIE einen günstigeren Flug als dort gefunden. Ich quatschte mit der Dame, die früher scheinbar schon einige Zeit lang bei der Lufthansa gearbeitet hat. Ihre erste Aussage war: auf keinen Fall nach Frankfurt anreisen.


Eigentlich waren wir gerade kurz vor der Abfahrt nach Frankfurt ins Steigenberger Hotel. Nicht nur wir drei, sondern auch meine Mama und meine Schwester. Geplant war noch ein Wellness Nachmittag im Spa Bereich des Steigerbergers. Abends wollte wir nochmal nett Essen gehen und dann rechtzeitig ins Bett, damit wir morgens ausgeschlafen sind und gegen halb 7 den Shuttel zum Flughafen nehmen können. So sollte es nur leider nicht kommen. Innerhalb von 3h, in denen wir eigentlich auf dem Weg nach Frankfurt sein wollten, haben wir unseren kompletten Ablauf geändert:


Abflug nun um 6 Uhr morgens von Nürnberg aus, nach Amsterdam, von dort aus soll es nach drei Stunden Aufenthalt weiter gehen nach Detroit. Okay, also kein entspannter Direktflug. Und um 6 Uhr Abflug in Nürnberg heißt um 00:30 Uhr in der Nacht aufstehen. Tja, so können Pläne durchkreuzt werden. Aber rückblickend kann ich euch nun versichern, dass auch der Plan glatt lief. Ella war zwar gefühlt ab 2 Uhr nachts erstmal wach, dafür war sie bei den Flügen aber so erschöpft, dass sie fast nur geschlafen hat. Die andere Zeit haben wir mit Essen, Spielen und ein wenig rumlaufen verbracht. Und ja, sie durfte auch Videos am Tablett schauen. All unser Gepäck kam an. Julia war pünktlich am Flughafen und sammelte uns ein. Der Mietwagen stand auch pünktlich bereit und wir hatten das extra große Zimmer im Hotel bekommen. Alles geklappt. Nun stehen die folgenden Tage die Haussuche an. Ob wir bei dem verrückten Immobilienmarkt in den USA überhaupt fündig werden? Bleibt dran.


XoXo. Isa.





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